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Ist Suchmaschinenoptimierung Manipulation? – Bloggergate Skandal

| 2 Kommentare

Etwas verspätet bin ich auf den “Bloggergate-Skandal” gestoßen. Sascha Pallenberg, ein bekannter Technikblogger umschrieb die Affäre mit einem “Tsunami”. Was wirklich dahinter steckt ist Linkverkauf- bzw. Linkaufbau.

Gute Suchmaschinenoptimierung steht und fällt zurzeit mit Links. Damit sind Links gemeint, die von anderen Seiten auf die eigene Seite verweisen. Und diese zu bekommen, ist mitunter gar nicht so einfach. Viele gute Inhalte sind dafür nötig – oder ein paar “Tricks”.

Was ist Optimierung und was ist manipulativ?

Erst kürzlich ging die Aussage “Google mag SEO” durch die Blogosphäre. Doch selbst diese Aussage muss differenziert betrachtet werden.


Denn Matt Cuts, seines Zeichens das Sprachrohr Googles ging auf dieses Problem genauer ein. Hier wird klar, dass SEO odder Suchmaschinenoptimierung dann gut ist, wenn Seiten dahingehend optimiert werden, dass sie besser von Suchmaschinen verarbeitet werden können:


Doch damit ist keinesfalls der “unorganische” Linkaufbau gemeint… Genauer gesagt hat oben genannter Blogger ein Netzwerk aufgedeckt, dass SPAM-Links in Hobby Blogs unterbringt.
Der Blog basicthinking, ehemals Hobby-Blog von Robert Basic wurde von der Onlinekostn GmbH übernommen. Daraufhin wurden kleine Blogger kontaktiert, in einem Werbenetzwerk beizutreten.
Durch eine Vergütung von im ein- bis zweistelligen Euro-Bereich wurden dann Links auf diesen Blogs gesetzt.

Und so kommen wir wieder auf den Ursprung zurück: Links

Zum einen erhöhen diese die Wichtigkeit und das Vertrauen, das Goolge in die Seite steckt. Weiterhin können durch angepasste (und vorher abgesprochene) Anchortexte – also Linktexte, genau auf Suchanfragen optimiert werden.

Das heißt im Klartext: Ein Unternehmen möchte mit dem Suchbegriff “Reisen Toskana” in Google gefunden werden. Nun wird (durch die Onlinekosten GmbH vermittelt) Links mit vorher festgelegten Linktexten in diese “Satellitenblogs” für ein paar Euro eingepflegt.

Artikel “um Links”

Dabei wurden ganze Artikel, mit fadenscheinigem Inhalt geschrieben, nur um ein wenig “Begleitung” für den Link zu haben.

Googles Alogrithmus ist natürlich auch nicht perfekt. Die Suchmaschine sieht: 38 Seiten haben mit dem Linktext “Reisen Toskana” auf www.beispielseite.de verlinkt, die Seite muss gut sein – Platz 1…

Nebenher existierende Seiten , die viel bessere Inhalte haben, täglich neue Artikel schreiben und super viel Mehrwert bieten gehen unter. Sie verwenden nicht solche Methoden und haben deshalb viel weniger “Backlinks” – sie werden in den Google Suchergebnissen schlechter platziert.

Pallenberg vergleicht die Situation mit einem Marktplatz, bei der auf den ersten Suchergebnissen in 90% aller Fälle Seiten gelistet sind, die etwas verkaufen wollen oder mit dem Seitenbesucher Geld verdienen möchten.

Das “Handwerk” eines SEOs

Ist die Akquise von Links. Doch daran stoßen sich viele Seitenbetreiber im Internet, die Content schaffen und Inhalte erstellen.

Denn mit den “normalen” Methoden dieser Suchmaschinenoptimierung werden im schlimmsten Fall Seiten mit minderwertigem Inhalt auf- und bessere Seiten abgewertet. Zumindest in den Suchplatzierungen. Die wichtigere Frage sollte jedoch lauten: Welche der beiden Seiten bringt dem Suchenden mehr?!

Manipulation oder legitime Handlung?

Suchmaschinenoptimierer und Agenturen, die diese Linkakquise schon jahrelang betreiben und darin nichts Verwerfliches sehen.

Trotzdem hat Pallenbergs investigative Arbeit für einige Aufruhr gesorgt, sogar über die Schranken des Internets hinaus.

Denn SEOs sind meist nur in ihrem “Microkosmos” verwurzelt und bemerken nicht, dass sich weite Teile der Netzkultur an ihren Methoden stößt.

Für sie ist es nicht “normal”, das durch derlei Methoden Inhalte “künstlich” gehyped werden.

Diesen muss man teilweise auch zustimmen: Mit viel Kapital ist es auch im Internet um einiges Leichter, noch mehr Geld zu scheffeln.

Doch dieser Missstand existierte schon vor dem Netz.

Abhilfe schaffen kann nur ein angepasster Google Algorithmus und die damit verbundene händische Auslese, andere Suchmaschinen punkten mit neuartigen Techniken.
Doch hier wird einmal mehr schmerzlich offensichtlich, dass Maschinen dem Menschen nicht in allen Punkten überlegen sind.

2 Kommentare

  1. Hey, ich stimme deinem Beitrag zu. Sicherlich ist ein SEO nur dann gut, laut google, wenn er reinstes White-Hat macht. Für mich heisst das in erster Linie: Eine Webseite technisch und seo-technisch optimal aufzubereiten damit der Inhalt von Google optimal gecrawlt wird.

    Das AKTIVES Linkbuilding Black Hat und schädlich für das Internet ist, ist keine Frage. Denn gute Inhalte werden so oder so gute Backlinks nach sich ziehen :)

    Gruß,

    Christian

  2. Hi Christian,
    dass guter Inhalt auch Backlinks mit sich bringt halte ich für ein Gerücht. Da fallen höchstens ein paar Forenlinks ab. Themenrelevantes wird praktisch nie freiwillig verlinkt. Deshalb muss man zwangsläufig Linkbuilding betreiben, sonst wird man leider nie gefunden.

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