Der Blog zum Thema Suchmaschinenoptimierung, Affiliate Marketing und Online Marketing.

Kein Nachruf für Steve Jobs

| Keine Kommentare

Steve Jobs toter Apple Chef

Steve Jobs bei einer Präsentation / (c) Ben Stanfield flickr.com

Vor einigen Tagen, als Apple Vater und Gründer Steve Jobs starb, war die Rede von einem Genie, einem Heiligen, einem der wenigen verbliebenen großen Köpfe dieser Zeit.
Ich musste mir ein wenig Zeit nehmen, meine Gedanken zu diesem Thema zu sammeln, um nicht würdelos oder verletzend zu argumentieren… Doch ich behaupte das Gegenteil!

Knallharter Geschäftsmann


Meiner Meinung nach war Steve Jobs vor allem eins – Geschäftsmann! Nach dem ich über die Vorfälle bei der Herstellung der Geräte erfahren hatte, war ich erst einmal für einige Zeit vom Unternehmen Apple bedient.

Dort sprangen zig Mitarbeiter in den Freitod, weil sie die unmenschlichen Arbeitsbedingungen nicht mehr aushielten. Sie arbeiten für einen Hungerlohn und werden auf das Übelste ausgebeutet.

Durch den chinesischen Zulieferer-Betrieb Foxconn werden die Apple Produkte zu absoluten Dumpingpreisen hergstellt. Früher nannte man das „Manchesterkapitalismus“, heute erfolreiche Unternehmensführung.

Preise im Rekord-Niveau

Im Vergleich zu unseren amerikanischen Mitstreitern bezahlen wir ein viel höheres Preisniveau. Denn die Dollarpreise werden eins zu eins Euro übersetzt.

Das heißt im Detail:
Unsere amerikanischen Kollegen zahlen für ein iPad gute 500$. In Deutschland wird der Preis eins-zu-eins in Euro festgelegt, nämlich 500€.
Was wiederum bedeutet, dass wir Deutschen für die Endgeräte viel höhere Summen zahlen.

Privatvermögen von 8,3 Mrd US Dollar

Natürlich war Steve Jobs ein Visionär. Durch sein beherztes Eingreifen in die Unternehmenspolitik Apples und durch die Entwicklung revolutionärer Endgeräte hat er Apple zu einem der mächtigsten Unternehmen gemacht.

Doch was hat er davon?

Steve Jobs hat sich totgearbeitet. Im japanischen gibt dafür ein eigenes Wort. „Karoshi“ nennt man dort den plötzlichen Tod aufgrund von Überlastung – in unseren Breitengraden auch „Burn-Out“ genannt.

Ein bisschen Magie

Computer haben allgemein eher wenig Sex-Appeal. Diese klobigen grauen oder schwarzen Kasten findet niemand attraktiv. Jobs hat es allerdings eindrücklich geschafft, aus Computern und elektronischen Gadgets Statussymbole und Design-Objekte zu machen.

Die Apple Produkte beinhalten eine gewisse „Magie“, indem sie den Kunden in den Bann ziehen und einen Mehrwert über das eigentliche Produkt (in dem Falle Computer) bietet.

Sinnbild einer kaputten Gesellschaft

Was bleibt am Ende der Jobs-Ära übrig? Ausgebeutete chinesische Arbeiter? Kinderarbeit in Afrika, bei der die wertvollen Erze zur Computerherstellung gewonnen werden? Eine überzogene Preispolitik? Ein früher Tod eines erfolgreichen Geschäftsmannes?

Bei all dem Hype rund um die Person Steve Jobs sollten die Augen vor der Realität nicht verschlossen werden.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Suchmaschinenoptimierung – wichtige Basics

Suchmaschinenoptimierung ist heute kein Geheimnis mehr, fast jeder technikversierte Webmaster kann auch ohne professionelle Hilfe einiges erreichen.

Schließen