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Retarget Ads bis Google Mail – „Spionage“ im Netz

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Google Mail Spionage - Anhang

Warntext beim Senden der E-Mail

Beim Schreiben einer Mail in Googles E-Mail Dienst „Googlemail“ passierte heute etwas Merkwürdiges. Im Text der E-Mail kam das Wort „hinzufügen“ vor. Als ich dann mit „Senden“ die E-Mail abschicken, wollte, kam die Nachricht:

„Hatten Sie vor, eine Datei anzuhängen?“

Natürlich erschreckt eine solche Nachricht extrem:

  • Woher weiß Google, was ich in meinen Mails schreibe?
  • Woher weiß Google, dass ich (eigentlich) etwas in den Anhang stecken wollte?
  • Und geht es Google eigentlich überhaupt etwas an, wenn ich das vergesse?

Grund genug, Google Mail einmal näher zu betrachten… Dabei fallen vor allem die Adsense-Anzeigen am rechten Bildschirmrand auf…



Ausschnitt der E-Mail

Auslesen von Googlemail

Natürlich ist es für jeden Internetnutzer ein Leichtes mit Browser-Addons wie Add-Block-Plus Werbung im Internet zu verhindern.

Außerdem kann man für Googlemail auch Anwendungen wie Outlook verwenden, um keine Werbung angezeigt zu bekommen.

Dennoch ist es erschreckend zu sehen, dass die Adsense-Anzeigen auf den Inhalt der E-Mails angepasst sind.

In diesem Falle habe ich eine Mail geschrieben um beim Kauf eines Tablets zu beraten. In der engeren Auswahl standen zwei Android-Tablets…

Und so sieht dann der von Google geschaltete Anzeigenblock aus.
(Dazu gehören auch „Infolinks“)

"Passende" Einblendungen am rechten Seitenrand...

Auf E-Mails abgestimmte Anzeigen

Neben der (schon thematisch relativ passenden Anzeige für TFT-Bildschirmen von Samsung treffen die Infolinks wie die Faust aufs Auge.

Dabei Besonders die Stichworte „Android“ und „Tablet“.

Klar ist, dass Google mit einem automatischen Computer-Algorithmus Texte auf Webseiten (und eben auch den Texten in E-Mails auf Google Mail) nach Schlagwörtern durchforstet, die zu Kampagnen von Adwords-Werbekunden passen.

Es setzt sich also kein Google Mitarbeiter an den Bildschirm und liest die Mails eines jeden Nutzers.

Dennoch ist mit dieser Form der Werbung schon fast eine „Schmerzgrenze“ überschritten.

Natürlich soll Google themenrelevante Werbung auf Seiten schalten, damit man als Empfänger auch einen gewissen Nutzen daraus ziehen kann – aber bitte nicht basierend auf privaten Daten!

So funktioniert Retargeting

Gleiches Prinzip: Retarget Ads

Dieses „Phänomen“ ist sicherlich jedem Internetnuzer schon einmal aufgefallen.

Da surft man auf dem einen oder anderen E-Shop wie „Zalando“ für Schuhe oder „Jochen Schweitzer“ für Erlebnisreisen – und bekommt auf anderen Seiten GENAU die Waren oder Angebote angezeigt, nach denen man dort gesucht hat.

Dieses Verfahren nennt sich Retargeting und wird vor allem im Zusammenhang mit Affiliate-Marketing verwendet.

Umso mehr Leute das Produkt über den „Retarget-Banner“ auf der Seite kaufen (durch das Zurückholen des Nutzers…), desto höher ist die eigene Vergütung.

Dabei werden mit „Cookies“, also Speichereinträgen im Webbrowser die durch die Online-Shops gesetzt werden die relevanten Informationen ausgeliefert.

Surft man danach auf einer Seite in dem eine Retargeting Banner verwendet wird, überprüft dieser nach vorhandenen Cookies und zeigt dann Werbung an, die genau auf das Nutzerverhalten abgestimmt sind..

Und das System hat Erfolg: Mit Retargeting werden viele Käufe und dementsprechend hoher Umsatz erzeugt – der Kunde wird immer wieder daran erinnert, dass er das Produkt kaufen wollte.

Ein erster Schritt zum „gläsernen Menschen“?

Googlemail ik hör dir trapsen? Eben nicht!

Und das ist das größte Problem an der Netzkultur der vergangenen Tage – die Entwicklung des Internets geht so rasend schnell von statten, dass man nicht alle (mitunter bedenklichen) Entwicklungen mitbekommen – und einordnen kann…

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