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Und Tschüss!

Wenn Google streikt: Penalty

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Suchmaschinenoptimierung funktioniert mit Links von anderen Webseiten, darüber habe ich ja nun schon oft genug berichtet. Unter anderem auch, wie man an Links kommt, und dass auch deren Qualität, Anzahl und Linktexte entscheidend ist.

Doch es gibt Grenzen für einen “gesunden” und organischen Linkaufbau. Wie schon oft erwähnt sieht Google Backlinks als eine Art Qualitätsmerkmal einer Webseite. Dies liegt auch auf der Hand: Je öfter eine Seite verlinkt wird, desto besser ist sie auch.


Suchmaschinenoptimierer können dies natürlich aber manipulieren. Denn bei hart umkämpften Suchbegriffen gibt es so eine große Konkurrenz, dass ohne Links gar nichts mehr geht.

Wer verlinkt schon einen Shop

Einen Online-Shop verlinkt kein Mensch, und wer etwas anderes behaupt, der lügt. Doch ohne die wertvollen Links wird der Shop (egal zu welchem Thema) nicht populär in den Google Suchergebnissen erscheinen, keine wertvollen Kunden haben und somit keinen Gewinn abliefern.

Um diesem Problem entgegenzuwirken bieten sich einige Möglichkeiten an, um auch für Online-Shops Links zu besorgen. Ob bezahlte Blogeinträge auf Hobby-Blogs für zweistellige Beträge, oder Artikel in Artikelverzeichnissen mit entsprechenden Links sind einige Wege möglich.

Eine Domain “verbrennt”

Es ist absolut unwahrscheinlich, dass eine nagelneue Webseite sofort massenhaft freiwillig verlinkt wird. Und irgendwo – tief drin im Google Algorithmus – gibt es verschiedene Kennziffern, die es nicht zu überschreiten gilt.

Dazu gehört einerseits die Qualität der Links (Po**, Viagra-Seiten…) und auch die Anzahl derer. Häufig werden vor allem Amateur-Webmastern Angst gemacht, dass Linkaufbau nur White Hat, also ausschließlich mit sauberen Mitteln abzulaufen hat, da ansonsten die Seite aus dem Index verbannt wird (=einen Penalty bekommt).

4 Wochen verdienen…

Auf mittel- und langfristige Sicht ist Grey Hat Linkbuilding die beste Variante: Dinge, die unmittelbare Vorteile für das Ranking einer Seite sind, etwas im Grauzonenbereich, aber zu keiner Zeit schädlich für die Seite.

Das es auch anders geht, zeigen chinesische Webprojekte. Eines davon nennt sich Mozalo.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Wo es gute Inhalte im Netz gibt, muss es auch schlechte geben, also Spam. Und mit diesen Spam-Links lässt sich auf den ersten Blick einiges erreichen. Dieser von Chinesen betriebene Online-Shop ist auf Position 1 beim Suchbegriff “Ballkleider”.

Chinesen-Shop Mozalo auf Platz 1 für "Ballkleider"

Das diese auf Platz 1 ranken ist kein Wunder, so wurden innerhalb kürzester Zeit massenweise Spam-Links aufgebaut. Diese haben zufolge, dass die Webseite anfangs auf einer relativ guten Position steht, aus den Suchergebnissen deindexiert wird, und dann noch einmal mit voller Gewalt für 3- 4 Wochen auf Top-Plätzen vertreten ist, bist die Domain komplett verbrannt ist und nie wieder in den Suchergebnissen auftauchen wird.

Derzeitige Top-Positionen in den Suchergebnissen

Sie hat einen Penalty bekommen.

Mozalo Backlinks

Nur ein kleiner Teil der Backlinks von "Mozalo"

Das Problem (oder der Vorteil) der chinesischen Webseitenbetreiber ist, dass die Angestellten extrem wenig verdienen. Denn alleine ist so ein extremer Aufwand nicht stemmbar, dafür braucht man mehrere Angestellte. Diese übernehmen dann das Linkbuilding für die Seite, in den 4 Wochen wird richtig abkassiert…

Und das Geschäft scheint sich zu lohnen, denn wenn eine Domain verbrannt ist, wird einfach eine neue besorgt, in das vorhandene Linknetzwerk eingespeist und wieder für 4 Wochen Reibach gemacht. Im Falle von Mozalo muss nic

Doch was sind präzise Gründe für einen Penalty

Wer persönlich für eigene Webseiten, Blogs oder Online-Shops Suchmaschinenoptimierung betreibt, wird von vielen Richtungen gehört haben, dass es bei falschem Verhalten zu Penaltys kommen kann und man von Google abgestraft wird.

In den meisten Fällen gibt es dazu nie präzise Angaben warum denn nun eine Seite genau einen Penalty bekommen hat. Hier heißt es dann: Entweder selber die Finger verbrennen oder aus den Fehlern anderer lernen.

Ich habe einmal aus verschiedenen Quellen zusammengetragen, weshalb Webseiten einen Penalty bekommen haben:

  • Komplette Seite mit allen Unterseiten aus dem Index wegen 1000 Bookmarks (!)
  • Zu schneller Linkaufbau, von Ergebnisseite 10 ins “Nichts”
  • Von Pagerank 3 auf 0 gefallen und von dreistelligen Besucherzahlen am Tag auf einstellige Besucherzahlen im Monat (!), Grund waren “spammige” Backlinks
  • Von Platz 3 ins “Nichts” (aber noch im Index) wegen Übetriebenem Linkaufbau mit Bookmarks und Artikelverzeichnissen, aber auch “Linknetzwerken” eines dubiosen SEOs, und einseitiger Linktexte
  • Absturz auf Platz 30 wegen eines erschlichenen Links auf einer .gov Seite (Domain der Amerikanischen Regierung) nach Entfernung des Links war alles wieder wie vorher

Man kann also genau sehen, dass “normaler” Linkaufbau in der Regel nicht zu einem Penalty führt und nur übertriebenes Vorgehen zwar langfristig extreme Vorteile bringt, mittel- und langfristig aber nicht die richtige Wahl ist.

Man sollte in Sachen Suchmaschinenoptimierung aber immer entscheiden zwischen Maßnahmen, die etwas bringen, oder die der Seite etwas schaden, alles andere ist irrelevant. Wenn die Vorgehensweise der eigenen Seite nützt, dann ist alles in Ordnung!

Ein Kommentar

  1. Sehr interessanter Beitrag. Deswegen sind die Seos auch alle so paranoid :)

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