Der Blog zum Thema Suchmaschinenoptimierung, Affiliate Marketing und Online Marketing.

erika-steinbach
Wie Online-Reputations-Management nicht funktioniert...

Der Fall Erika Steinbach

| 1 Kommentar

Der Vorfall ist zwar schon einige Tage her, doch immernoch wert genug, darüber zu bloggen. Prinzipiell ist es ja nicht verkehrt, wenn Politiker – so auch Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach – sich im Internet vernetzen und Kommunikation und Austausch möglich machen.

Doch diese anerkennenswerte Politikerin hat wahrscheinlich noch nicht viel von ORM (Online-Reputations-Management) gehört… Heißt soviel wie die Selbstdarstellung in Foren, Blogs und sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook und Google Plus.


Das diese in der Regel positiv sein sollte, liegt auf der Hand. Dennoch gibt es auch heute noch Menschen in hohen Ämtern die Kanäle im Online-Bereich völlig falsch verwenden, oder besser gesagt mit negativen Ergebnissen.

Sachliche Argumente, charismatisches Auftreten

Zwei Leitsprüche bei Online-Reputations-Management. Nach außen eine gestandene Persönlichkeit darstellen, bodenständig, strebsam, schlagfertig. Ganz so einfach wie es klingt oder sich lesen lässt, ist die ganze Angelegenheit natürlich nicht, weshalb es ganze Agenturen (!) fürd diesen Randbereich des Internets gibt.

Um nocheinmal auf den Fall Erika Steinbach zurückzukommen:

Im Twitter-Kanal einer jungen Frankfurter Twitterin (derer ich übrigens auch folge), gab es ein hitziges Wortgefecht aufgrund einer relativ harmlosen Aussage. (Wobei harmlos auch wieder ein relatives Wort ist, und ich niemandem etwas unterstellen möchte!)

Alles begann mit einer frechen Bemerkung

Oder eine direkten, unbekümmerten – je nachdem, wie man sie auffasst:

ich will nicht von leuten regiert werden, deren interpunktion aussieht wie die von boris becker. @SteinbachErika

Eine direkte Konfrontation, wie man sie im “echten Leben” als Politiker eher selten hat. Im Falle einer strategischen und guten Vorgehensweise im Hinblick auf Online-Reputation wäre eine freundliche und humorvolle Antwort vorteilhaft gewesen. Statt die Wogen zu glätten, wird aber weiter Salz in die Wunden gestreut:

@ohaimareiki und ich auch nicht von Leuten die offenbar Groß- und Kleinschreibung nicht können oder zu bequem sind

Natürlich eine legitime Antwort auf die freche Bemerkung – aber auch eine strategisch sinnvolle? Denn die unvorteilhafte Herangehensweise führt zu einem noch größeren Desaster:

Ein aussenstehender Twitter-Nutzer mit dem Namen “macsorcist” kommentiert die ganze Sache mehr oder weniger geschmack- und humorvoll:

Der Bitch-Fight zwischen @ohaimareiki und @SteinbachErika zeigt uns: jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.

Was natürlich von Erika Steinbach nicht unkommentiert bleibt:

@macsorcist @ohaimareiki nicht jede Regierung hat das Volk das sie verdient könnte man abwandeln. Sag ich aber nicht. Denke ich höchstens

Ufff… Ziemlich harter Tobak. Mir stand der Mund in diesem Moment ziemlich weit offen und ich konnte gar nicht fassen, was ich da gerade las… Ob man so schon einen Ruf beschädigt hat, oder nicht, liegt nicht in meinem Ermessen. Besonders zuträglich ist dieser Satz mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch nicht gewesen.

Weitere Auseinandersetzungen…

Twitter wäre keine soziale Plattform würden solche Auffälligkeiten nicht die Runde machen, so wurden mehrere Twitter-Nutzer darauf aufmerksam und wollten ihrem Lieblingstwitterer zur Seite stehen. Ganz konträr zu den Interessen Erika Steinbachs.

Die Frage ist natürlich, was solche (ich nenne sie jetzt mal ohne eigene Wertung) “schnippischen” Antworten bringen… In diesem Fall wohl eher das Gegenteil der erhofften Reaktion:

Erika Steinbach auf Twitter

Wortgefecht auf Twitter

Das Ganze zeigt deutlich, dass man (vor allem als Person mit großem Einfluss/medialen Interesse) jeden Schritt in den digitalen Medien planen sollte. Kurzschlussreaktionen können fatal sein, dennoch ist keiner davor gefeit. Daher ein nett gemeinter Rat: Lieber zweimal drüber nachdenken, bevor ein böswilliger Hass-Tweet abgesetzt wird.

140 Zeichen sind schnell getippt – einen Ruf wieder zu reparieren dauert um einiges länger!

(c) Artikelbild von dontworry

Ein Kommentar

  1. was soll man dazu noch sagen … die macht und das potential des internets wird immernoch so sehr unterschätzt …

    “@macsorcist @ohaimareiki nicht jede Regierung hat das Volk das sie verdient könnte man abwandeln. Sag ich aber nicht. Denke ich höchstens”

    da fällt mir ein satz von urban priol ein: ” nach der schlechten wahlbeteiligung, ist die bundesregierung zu dem schluss gekommen, das deutsche volk aufzulösen und sich ein neues zu wählen!”

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*


Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
odys
Odys Loox: Android Tablet zum absoluten Kampfpreis

Erst kürzlich habe ich über iPad Alternativen berichtet. Dazu gehören auch die Geräte von "Odys". Dieser stellt derzeit einen absoluten...

Schließen